Patienteninformation

Organspende

Die Voraussetzung für eine Nierentransplantation ist eine Organspende – entweder von einem Verstorbenen oder als Lebendspende. In Deutschland warten über 8000 Dialysepatienten auf eine Spenderniere.

Transplantationen sind nur möglich, wenn sich Menschen zu Lebzeiten mit der Organspende nach ihrem Tod auseinandersetzen, eine persönliche Entscheidung treffen und diese schriftlich z.B. auf einem Organspendeausweis dokumentieren oder die nächsten Angehörigen/Freunde klar darüber informieren (der Ausweis gibt sowohl die Möglichkeit, einer Organspende zuzustimmen, als auch, ihr zu widersprechen.) Dies ist ab dem 16. Lebensjahr möglich, ein Alterslimit für Spender gibt es nicht. Ist der Wille eines Verstorbenen nicht dokumentiert, entscheiden stellvertretend die nächsten Angehörigen – dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen folgend.

Seit 1993 sind in Deutschland insgesamt 93.350 Organe transplantiert worden, davon über 62.000 Nieren.

Weitere Informationen zu Vorbereitung und genauen Ablauf einer Organspende finden Sie unter Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO).

Lebendnierenspende

Der deutsche Gesetzgeber hat 1997 mit dem Transplantationsgesetz den rechtlichen Rahmen für eine Lebendorganspende geschaffen.

§ 8 Zulässigkeit der Organentnahme
(1) Die Entnahme von Organen einer lebenden Person ist nur zulässig, wenn
1. die Person
a) volljährig und einwilligungsfähig ist,
b) nach Absatz 2 Satz 1 aufgeklärt worden ist und in die Entnahme eingewilligt hat,
c) nach ärztlicher Beurteilung als Spender geeignet ist und voraussichtlich nicht über das Operationsrisiko hinaus gefährdet oder über die unmittelbaren Folgen der Entnahme hinaus gesundheitlich schwer beeinträchtigt wird,
2. die Übertragung des Organs auf den vorgesehenen Empfänger nach ärztlicher Beurteilung geeignet ist, das Leben dieses Menschen zu erhalten oder bei ihm eine schwerwiegende Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Beschwerden zu lindern,
3. ein geeignetes Organ eines Spenders nach § 3 oder § 4 im Zeitpunkt der Organentnahme nicht zur Verfügung steht und
4. der Eingriff durch einen Arzt vorgenommen wird.
Die Entnahme von Organen, die sich nicht wieder bilden können, ist darüber hinaus nur zulässig zum Zwecke der Übertragung auf Verwandte ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Verlobte oder andere Personen, die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen.

Auszug aus dem Gesetz: § 8 Absatz 1 Transplantationsgesetz 1997

Weitere Informationen zum Gesetzestext finden Sie beiBundesministerium der Justiz.

Verwandte ersten Grades sind Eltern, Kinder, Geschwister und Ehepartner. Verwandte zweiten Grades sind Halbgeschwister, Großeltern, Enkel.

Wir informieren gern über Möglichkeiten der Lebendnierenspende und führen die Basisuntersuchungen zur Eignung durch.

In einem gesetzlich vorgeschriebenen Aufklärungsgespräch zur Lebendorganspende werden Spender und Empfänger ggf. dann weiterhin vom gewählten Transplantationszentrum informiert.

Dialyse-Centrum Dinkelsbühl
Foto Dialyse-Centrum Dinkelsbühl

Dialyse-Centrum Dinkelsbühl
Luitpoldstraße 16
91550 Dinkelsbühl
Tel. 09851 - 57766-0

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